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Einmal handeln und das ganze Jahr Energie sparen - Verbraucherzentrale gibt jetzt kostenlos individuelle Tipps

Mit manchen guten Vorsätzen ist es so eine Sache: So stark sie am 31. Dezember noch erscheinen mögen – schon in den ersten Januartagen verblassen sie. Damit zumindest das Energiesparen 2019 nicht zur Kraftprobe für den Willen wird, empfiehlt die Verbraucherzentrale NRW effektive Einmal-Maßnahmen: „In unseren Beratungen vor Ort sehen wir auch bei Mietern ganz oft Sparchancen, die keine Anstrengung nach sich ziehen“, berichtet Dipl.-Ing. Waltraud Clever, Energieberaterin für die Verbraucherzentrale in der Klimaregion Rhein-Voreifel.

Was im Einzelfall am meisten bringe, lasse sich am besten in einem Basis-Check vor Ort klären. Den gibt es seit Jahresbeginn zum Nulltarif, genauso wie die Energieberatung in der Beratungsstelle. Einige heiße Energiespar-Kandidaten haben die Verbraucherschützer zusammengestellt:

  • Sparduschkopf dranschrauben: 20 Euro investieren, Warmwasserverbrauch fast halbieren – das ist eine realistische Bilanz für einen Sparduschkopf. Gerade bei Durchlauferhitzern in Mehrpersonenhaushalten kann sich das durchaus dreistellig im Geldbeutel bemerkbar machen, und zwar jedes Jahr. Komforteinbußen verhindert der Duschkopf, indem er Luft unter das Wasser mischt. Wichtig allerdings: Manche Durchlauferhitzer funktionieren nicht mit allen Sparbrausen.
     
  • LED einsetzen: Fast jeder weiß, dass LED Strom sparen, aber kaum jemand macht sich klar, wie viel: 80 Prozent weniger verbrauchen sie im Gegensatz zu Halogenlampen. Klare Sparkandidaten also, und längst nicht mehr nur in kalten Weißtönen leuchtend. Da LED außerdem länger halten als Halogenlampen, hat man nach dem Umstieg für viele Jahre Ruhe.
     
  • Programmierbare Thermostate anbringen: Abends und vor jedem Verlassen der Wohnung alle Heizkörper-Thermostate runterzudrehen, lohnt sich. Aber man muss halt daran denken und es auch wirklich regelmäßig machen. Für vergessliche, eilige oder einfach komfortbewusste Energiesparer bieten sich deshalb programmierbare Thermostate an. Die können auch Mieter einfach gegen die normalen Thermostatköpfe austauschen. Die alten Modelle aber auf jeden Fall aufbewahren! Natürlich kosten die Thermostate erstmal Geld – ab circa zehn Euro aufwärts. Aber wenn nur sie den Weg zur Temperaturdisziplin ebnen, rechnen sie sich schnell. Ob eine Vernetzung und Steuerung zum Beispiel per Smartphone auch Sinn ergibt, hängt von individuellen Nutzungsfragen ab.
     
  • Bei Neugeräten auf Verbrauch achten: Wer zum Beispiel Kühlschrank oder Waschmaschine neu kauft, sollte auf die beste Energieeffizienzklasse achten. Das muss nicht einmal extra kosten – die sparsamsten Geräte sind längst nicht immer die teuersten. Umgekehrt gilt allerdings: Wer für ein vermeintliches Schnäppchen ein Auge zudrückt und eine geringe Effizienz in Kauf nimmt, zahlt am Ende drauf. Denn hohe Verbrauchskosten fressen die Anschaffungsersparnis mit der Zeit auf und schlagen dann noch jahrelang zu Buche. Unter Umständen lohnt sich übrigens sogar auch der spontane Austausch eines alten Geräts gegen ein sparsames finanziell.

Individuelle Beratungen zum Energiesparen gibt es zum Nulltarif im Basis-Check der Verbraucherzentrale NRW – direkt vor Ort, bei Verbrauchern zu Hause. Auch die Energieberatung in den Rathäusern der Klimaregion Rhein-Voreifel ist jetzt kostenlos.

Der nächste Beratungstag findet am Donnerstag, den 14. Februar 2019, von 14.00 Uhr bis 17.45 Uhr
im kleinen Sitzungssaal der Gemeinde Swisttal statt.

Die Energieberatung steht allen Bürgerinnen und Bürgern aus den Kommunen Alfter, Bornheim, Meckenheim, Rheinbach, Swisttal und Wachtberg offen. Eine Anmeldung zur Energieberatung ist erforderlich.
Ansprechpartner ist der interkommunale Klimaschutzmanager Tobias Gethke unter Telefon: 02222/945-285 oder tobias.gethke@stadt-bornheim.de.